Da staunt der kleine Thabo – mein afrikanisches Maskottchen und seit einem Jahr treuer Reisebegleiter – was er jetzt in Deutschlands Norden erleben durfte.

Zugegeben, eine Wassertemperatur von 14 °C lockte ihn nicht mal mit den Füßen ins Meer, da konnte ich vom Kneipp-Effekt so viel reden wie ich wollte. Aber immerhin: eine Trophäe vom Federvieh musste dann schon sein, denn bei 2 Ohren und 2 Hörnern passt schon noch was auf den Kopf!

Dass es hier auch ein Kap gibt, Rügens nördlichsten Flecken, fand er cool. Ich glaube aber, dass hierzu vor allem die Nachricht von Deutschlands meisten Sonnenstunden, die hier seit zwei Jahren gemessen wurden, beitrug.

Kap Arkona

Auf dem Weg nach Mönchgut im Süden zeigte ich ihm mein Geburtshaus in Schmacht (unten links im Bild, leider ist das gesamte Grundstück heute in fremder Hand und nur noch Feriendomizil) und wir freuten uns beide, dass vor dem neuen Häuschen (rechts, wo früher der Stall stand) heute ganz oben die Bayernfahne weht. Ja, so gehört sich das :-)

Schmacht

Auf der Campsite in Gager bekam Thabo ob der Größe unseres Stellplatzes fast Heimatgefühle – ich verriet ihm nicht, dass dies NUR Anfang Mai so komfortabel möglich ist!

Camping Gager

Beide freilich staunten wir nicht schlecht, am 5. Mai abends ein richtig überseeisches Unwetter aufziehen zu sehen und zu hören, aus Stralsund wäre die Kunde von Tornados gekommen. Vermutlich habe ich an diesem Tag den Rekord im Zeltabbau geschafft. Meine Mutter verstand gar nicht recht, warum ich fragte: „Bist du noch auf?, ich komme nach Hause, kann aber gerade nicht länger reden!“ Später hörte ich, dass der am stärksten betroffene Ort Bützow bei Rostock war und wie das Haus unserer Familie auch im Landesinneren liegt… man wäre also nicht nur an der Küste, sondern überall gefährdet gewesen.

Orkan Zoran

Aber wenigstens gab es auch richtig schöne, ruhige Abende. Mehr Bilder und Infos vom Ausflug in den Norden mit Rügen und dem Darß demnächst, wenn ich die Fotos sortiert habe.

Sonnenuntergang an der Hagener Wiek