So, ich habe wieder etwas Neues ausprobiert, nämlich die Places Of Interest  der diesjährigen Schottland-Tour in eine Google-Maps-Karte einzutragen.
Was für die meisten Tourer und erst recht für die Benutzer von Garmin & Co längst selbstverständlich ist, habe ich bislang noch nie wirklich benötigt. Das kann aber womöglich im Winter und nächstes Jahr in Namibia anders werden, also fang‘ ich mal an, mich damit auseinanderzusetzen.

Womöglich verschafft die Karte Schottland-Neulingen einen Eindruck, was in 14 Tagen Reisezeit in Schottland alles möglich ist, ohne sich zu überanstrengen und auch ohne den ganzen Tag im Auto sitzen zu müssen. Große Tageswanderungen waren da allerdings nicht dabei, sondern nur solche von 1-2 Stunden.
Die Mobilität durch Auto und Zelt war hier freilich ein wichtiger Faktor. Wenn man täglich am Nachmittag ein B&B suchen muss, reduziert sich die verfügbare Zeit doch erheblich – das habe ich auf den ersten Reisen vor 2010 erlebt.

Ich habe die Routen nicht vollständig eingezeichnet, um die Karte übersichtlich zu halten. Wie ich bereits in meinem ersten Tourbericht „Schottland auf dem Weg“ erwähnte, hab‘ ich bei schlechtem Wetter das Helle am Himmel gesucht – da gab es zuweilen Wege, die etwas kreuz und quer liefen. So ist auch die Übernachtung in Drumnadrochit zustande gekommen: An der Westküste in Clachtoll tobte der Orkan, also bin ich am nächsten Morgen über Inverness ins Inland gefahren. Nachdem sich das Wetter wieder beruhigt hatte, startete ich einen zweiten Versuch gen Westen, nämlich auf die Halbinsel Ardnamurchan in der Nähe von Fort Williams.

Der Atlantikküste im Westen gehört einfach mein Herz, obwohl das Wetter es dort meist nicht gut mit mir meint. Dass es diesmal sehr viel mehr blaue Marken bei Inverness gibt, liegt natürlich daran, dass dort das Runrig-Konzert stattfand und ich dies zum Anlass nahm, die Region um Black Isle, durch die ich bisher immer nur durchgefahren war, näher kennenzulernen. Was sich gelohnt hat – hoch nach Cromarty trifft man auf einen außerordentlich friedvollen und fruchtbaren Landstrich. Es gibt schöne Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und bei den Delfinen am Chanonry Point kann man sich stundenlang aufhalten.


Schottland 2013 auf einer größeren Karte anzeigen