Wer glaubt, ich wäre wie viele andere schon in den Ferien, täuscht sich gewaltig. Meine Griechenland-Zeit kommt erst noch und dann werde ich sicherlich zwischen zwei Ouzos öfters mal einen Neid schaffenden Kurzpost hier eintragen.

Aber diese letzten Wochen davor sind gefüllt mit spannenden Projekten.

Manches, wie die neue Google+-Seite der Kreisklinik Ebersberg, hat nun schon ein Gesicht gewonnen.

Was die Technik mit WordPress betrifft: Auf diesem Gebiet scheint die Zeit noch schneller zu rennen als im übrigen Leben! In den letzten Wochen, seit ich mich wieder eingehender mit dem „Unterbau“ beschäftige, staune ich jeden Tag Bauklötzer über die eingetretenen Veränderungen bzw. über die Veränderungen, die einfach nötig sind, weil zum Beispiel von mir verwendete Plugins inzwischen gar nicht mehr gepflegt werden.

Also hieß es, nachdem ich mich die letzten Jahre nur noch am Rande damit beschäftigt und lediglich brav die vorgeschlagenen Updates vorgenommen hatte, sich wieder ziemlich von vorn einzulesen und nach dem heutigen Standard zu gucken. Zum Beispiel die Fähigkeit zur mobilen Nutzung. Für meine fotografischen Seiten reicht es da auch nicht, wenn nur der Blog gut auf dem Smartphone oder Pad zu lesen ist, auch die Bilder sollen schnell und auf angenehme Weise anschaubar sein.

Womit wir dann wieder bei der Galeriefunktion wären und damit beim Plugin NextGen Gallery, dem ach so beliebtesten WordPress-Galerie-Tool aller Zeiten :-)
Welches uns seit einem vollen Jahr immer wieder Schwierigkeiten bereitet. So dass sehr, sehr viele Anwender seitdem die Update-Funktion für die Software deaktiviert haben. Nachdem mein persönlicher Erfahrungsbericht zu den meistaufgerufenen Beiträgen in diesem Blog zählt (ja, man glaubt es kaum, die Zugriffszahl liegt weit höher als etwa bei den Reiseberichten), will ich hier auch schreiben, wie ich nach meiner Recherche 2014 bezüglich der Galerie weiter vorgehen werde. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen.

Ein Galeriesystem zu wechseln, ist zunächst mal keine so angenehme Sache. Die darin enthaltenen Bilder sind kein Bestandteil der Mediathek von WordPress. Schmeiß ich das NextGen raus, sind auch die Bilder weg und müssen neu wieder eingefügt werden, es sei denn, ein neues System bietet eine Importmöglichkeit.
Das ist übrigens ein erstes gutes Argument für die generelle Nutzung der Standardgaleriefunktion von WordPress. Der Fotograf Lukas Gawenda zeigt, dass man damit recht ordentliche Ergebnisse erzielen kann. Die Darstellung seiner Bilder auf dem Smartphone schwächelt allerdings bzw. die Bilder flackern während der Wischfunktion. Außerdem kommt mir oft das Menü ins Gehege, wenn ich eines seiner Fotos betrachten möchte. Doch das geht sicher zu optimieren und liegt womöglich am ausgewählten Slider.

Ihr seht, wie ich gerade vorgehe:
1. Recherche, was momentan angeboten wird
2. Nach Beispielen suchen, wo diese System in der Praxis laufen
3. Die Website immer auch auf dem mobilen Gerät prüfen. Mir ist zum Beispiel die Wischfunktion sehr wichtig. Die Bilder sollten per Wisch leicht weitergleiten – so wie man es auf dem Smartphone gewohnt ist. Auf ein Bild drücken zur Fortsetzung oder womöglich kleine Pfeile suchen, finde ich unakzeptabel.

Was ist bei NextGen bzw. der neuen Besitzerfirma Photocrati aus meiner Sicht weitergegangen?
Zusammengefasst würde ich sagen: nicht viel! Ich wage auch die Prognose, dass NextGen sich weiter und weiter vom früheren Beliebtheitsgrad entfernen wird und dass viele NextGen nur noch gut finden, weil es eben früher so gut war.

Heute Abend stehen bei wordpress.org 1.799 5-Sterne-Bewertungen 627 1-Sterne-Bewertungen gegenüber. In den letzten zwei Monaten wurden 228 von 479 Support-Threads abgearbeitet. Das ist – mit Verlaub – ein Jahr nach dem großen Bug und wenn ich unterstelle, dass sowieso zahlreiche Nutzer auf die alte Version zurückgegangen sind und sich wie ich gar nicht rühren, keine gute Bilanz. Da geht es ja nicht mehr nur um Brüche in der Galeriedarstellung. NextGen zieht die Performance nach unten, heißt es in der Online-Literatur, schreibt teilweise haufenweise überflüssige Daten in die Datenbanktabellen, so dass Leute schon hergehen und sich Bereinigungs-Tools dagegen bauen. Das kann es doch nicht sein, oder?!

Trotzdem habe ich gestern die kostenpflichtige Pro-Version kaufen wollen, um sie in einer neuen Textumgebung auf das Zusammengehen mit dem Enfold-Theme von Kriesi zu prüfen. What happened? Ich KONNTE sie nicht kaufen. Doch, ein bisschen Geld ist schon noch da… vielmehr brach das Photocrati-Bezahlsystem beim Einloggen zu Paypal ab, ich wurde wieder zurückgeleitet und sollte die nächste Zahlmöglichkeit auswählen, also Kreditkarte. Das war dann das endgültige Ende meiner Zuversicht in diese Firma. Bekommen sie nicht mal diese Standardsache in den Griff, was können wir dann erwarten, wenn es um die Kompatibilität mit einem sich rasant verändernden CSM-System wie WordPress geht?

Meine Schlussfolgerung:

NextGen kommt aus meinen Seiten raus. Übergangsweise kann auf NextCellent ausgewichen werden. Dieses Plugin setzt auf die letzte allgemein funktionierende NextGen-Version 1.9.13 auf und wird von einer freien Entwicklergruppe gepflegt.
Für den Erhalt ist das sicher eine gute Sache, ob es für moderne Anforderungen in der Zukunft reicht, scheint mir fraglich. Deshalb möchte ich da eher keine Zeit mehr reinstecken.

Ich teste die nächsten Tage aus, wie weit ich mit der WordPress-Standard-Galerie in Verbindung mit ein paar Slidern komme. Jetzt steht WordPress 6.0  vor der Tür: je weniger man von anderen Systemen abhängig ist, um so besser. Jedenfalls wenn man so viele Galerien baut wie ich.
Der saure Apfel bei der WP-Standard-Galerie: Ich muss eine Galerie jeweils in einen Beitrag oder in eine Seite bauen; es gibt keine Galerienübersicht mit der Möglichkeit, auf eine Galerie-ID zu verweisen. Wenn es dabei bleibt, werde ich deshalb mein inhaltliches Konzept grundlegend ändern, um die Anzahl der Bilder im Griff zu behalten.

Augen auf! Inzwischen gibt es eine Anzahl Nachrücker für NextGen. Zwar sind sie oft zahlungspflichtig, aber ein verbindlicheres Produkt wäre mir einen Obulus schon wert.
Sehr gut gefällt mir Envira. Offenbar sehr schlank programmiert und äußerst schnell. Mit zahlreichen Add-Ons. Lachen musste ich freilich über das Platinum-Angebot: „Lifetime Support & Updates“ :-)
Wessen Lebenszeit ist da gemeint?

Update vom 4. April 2017:

Gestern habe ich die alte, auf dem Plugin NextGen Gallery basierende und mit NextCellent weitergepflegte Galerieseite vom Netz genommen. Ich baue das Ganze mit den Bordmitteln von WordPress neu auf.