Heute frisch aus Leamington Spa eingetroffen: Die CD Distant Land von John Rutter. Gerade höre ich die Stücke, deretwegen ich den Buzzer-Knopf für die Bestellung drückte, zum zweiten Mal: Beatles Concerto for two pianos and orchestra!

3-mal 8-Minuten-Träume auf den Klassiker-Themen She loves you, Eleanor Rigby, Yesterday, All my loving, Hey Jude (1. Satz),
Here, there and everywhere sowie Something (2. Satz),
Can’t buy me love, The long and winding road (3. Satz).

Gespielt vom Royal Philharmonic Orchestra, an den zwei Klavieren Peter Rostal und Paul Schaefer – selbstredend! Schließlich hatten die zwei den Komponisten ja erst zu diesem ungewöhnlichen Werk inspiriert, also sollten sie nun die fingerbrecherischen Stücke gefälligst auch spielen!

Ich hatte einen Satz des Konzerts kürzlich während der Autofahrt auf BR4 gehört, wieder mit Rostal und Schaefer, jedoch mit dem Bayerischen Rundfunkorchester. Fantastisch! Zu Hause ging ich gleich auf die Suche.

Leider – zumindest dachte ich zunächst „leider“ – fand ich das Konzert nur als Teil eines Albums und entschied mich für eben dieses „Distant Land“. Das „Leider“ habe ich bereits korrigiert. Zwar ist John Rutter vor allem durch seine Chor-Musik bekannt, worauf das einst Nelson Mandela gewidmete Titelstück mit der Mezzo-Sopranistin Melanie Marshall und den Cambridge Singers auch Bezug nimmt, aber ich habe mich gefreut, über die folgenden romantischen Instrumentalstücke einen interessanten Komponisten kennenzulernen.

Dennoch – das Originellste, Nicht-Erwartete, ist eindeutig das Beatles-Concerto. Unbedingter Hör-Tipp, selbst wenn man wie ich kein ausgeprägter Beatles-Fan ist. An manchen Stellen will man es für romantisch halten, dann wiederum klingt alles höchst modern, eigenwillig.