Frohe und gesunde Weihnachten!
Mein Weihnachtsgruß erreicht Euch aus dem Hochabtei-Tal in den südlichen Dolomiten. Hier sprechen die Menschen immer noch überwiegend ladinisch als Muttersprache, deshalb also „Bon Nadel!“

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Das Alta Badia ist auch Heimat der musikalischen Feen Ganes, an die ich mich stets zuallerst erinnere, wenn vom Ladinischen die Rede ist. Die zwei Schwestern und ihre Cousine lernte ich 2009 kennen, als sie gemeinsam mit Hubert von Goisern auf Tour waren. Seitdem bin ich Fan dieser Mädels, von denen der Merkur 2013 schrieb: „Drei Stimmen, die so klar sind wie die Luft im Hochgebirge, Melodien voll Sehnsucht nach Geborgenheit und Überschwang und einfühlsame Texte vom Zusammenrücken und Auseinanderdriften – das ist das Trio Ganes!“

In dieser klaren Hochgebirgsluft, in der trotz allem Skicircus immer noch traditionell geprägten Berglandschaft verbringen wir diesmal Weihnachten.

Auf Helgoland, unserem Weihnachtsurlaubsort des letzten Jahres, wäre es in diesem Jahr nach dem Orkan Xaver, dem ein Teil der Düne und mit ihm auch fast 50 Robben-Jungtiere zum Opfer gefallen sind, sowie bei den aktuellen neuen Stürmen, ja auch ein bisschen traurig geworden.

Also ging es Richtung Berge und Richtung „Weiße Weihnacht“.
Zwar stammt der Schnee hier noch vom November und ist in den Südlagen über weite Flächen durch die warmen Sonnenstrahlen weggeschmolzen, doch in einigen Tälern, insbesondere den hoch liegenden, sieht es prächtig aus.

Gut, dass wir die Schneeschuhe mitgenommen hatten: So hatten wir das 2.950 m hoch gelegene Plateau des Sass Pordoi in der Sella-Gruppe exklusiv für uns, weil sich die anderen Besucher kaum von der Seilbahnstation entfernen konnten, ohne  im Schnee zu versinken.
Mit dem Gipfel des Langkofel auf Augenhöhe – das war ein echtes Weihnachtshighlight.

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Während wir es auf dem Pordoi gemütlich hatten, wanderten wir an Heiligabend die im Winter für den Autoverkehr gesperrte, verschneite Straße zur Auronzo-Hütte hoch.
Eigentlich hatten wir eher eine kürzere Wanderung beabsichtigt, doch mit jedem Schritt aufwärts wuchs unsere Lust, den Drei Zinneneinen Weihnachtsbesuch abzustatten. Im Winter waren wir noch nie hier – das Licht ist sehr speziell.

Allen noch wunderbare Stunden der Weihnacht! Möget Ihr sie bei guter Gesundheit verbringen und Euch mit mir darüber freuen, dass die Tage nun wieder länger werden – Daqui.

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