Santorin Caldera

Die aktuellen Nachrichten aus Griechenland lassen seine Fans frösteln. Ich bin so ein Fan. Bevor ich meine Neigung für die skandinavischen Länder entdeckte, habe ich etwa 15 Jahre meine Haupturlaubszeit in Griechenland verbracht.
Nirgendwo vergaß ich den hektischen, fast krank machenden Stress so schnell und gründlich wie in diesem Land, in dem man sich über das „Siga, Siga“ aufregen kann, soviel man will – man muss sich diesem nicht vorhandenen Tempo unterordnen. Dies sowie die Kraft des Lichts und des allgegenwärtigen Meeres haben das Land für mich zur zweiten Heimat gemacht, aus der ich jedes Mal mit viel neuer Kraft zurückkehrte.

Plaka Strand Naxos

Nicht selten habe ich darüber nachgedacht, für immer dort zu bleiben, aber die Königsberger Kaufmannsgene in mir sind wohl zu stark und ich ahnte immer, dass ich den armen Griechen früher oder später arg zusetzen würde, ordentlicher und zuverlässiger zu sein, besser zu kochen und den Müll nicht überall hinzukippen. Will sagen, ich weiß, wie sie gestrickt sind. Und ich mag sie dennoch. Oder gerade weil sie so sind und auch nicht vorgaukeln, etwas anderes zu sein.

Dass die wirtschaftliche Entwicklung in Griechenland nicht ewig so weitergehen konnte, war mir wie jedem, der schon einmal den ökonomischen Kollaps eines Staates miterleben musste, klar. Dass die Griechen über zwei Jahre keine Lösung für diese Probleme finden konnten und nun irgendwie in der Sackgasse gelandet sind, macht mich betroffen. Ich hoffe, dass bald wieder eine Regierungsbildung möglich wird und vor allem, dass es friedlich bleibt in diesem sympathischen und schönen Land.

Ich bin Fotografin. Alles, was mir persönlich in dieser Situation zu tun als möglich erscheint, ist, meine Fotografien aus diesem Land auf diese Seite einzustellen (siehe Fotografie/Santorin) und zu zeigen, wie viel Schönheit und Differenziertheit in der griechischen Landschaft und Lebensweise vorhanden ist.

Fira und Caldera im Sonnenuntergang