Es ist Sommer und Festivalzeit und deshalb komme ich aktuell weniger zum Schreiben. Am Dienstag das ultimative Feiern mit Guns N‘ Roses in München – Ticket leuchtet hier schon ein halbes Jahr.

Aufgrund meiner reichlich mitgeteilten Vorfreude habe ich inzwischen 3 (drei!) Shirts geschenkt bekommen und gucke täglich auf die Wetter-App, wie viele davon ich übereinander anziehen soll :-)  Es scheint aber warm zu werden.
Danach winken schon die Schwarzen Schafe und… und… und.

Die Haupt-Saison wurde „eingesungen“ von Beth Hart, der amerikanischen Power-Lady in der Rock- und Bluesszene, die ich im Juli zusammen mit dem von ihr und allgemein hoch verehrten, inzwischen 80-jährigen Buddy Guy bei den Jazzopen in Stuttgart noch einmal erleben darf. Das wird ein so würdiges Musikereignis, dass man eigentlich im „kleinen Schwarzen“ hingehen möchte!

Ende Mai gastierte sie in Circus Krone in München und begeisterte dort ein volles Haus. Ließ sich auch von zwei Technik-Pannen nicht aus der Ruhe bringen. Wenn sie die bekannten Blues-Rock-Songs bringt und dazu wie eine Löwin kraftvoll-elegant über die Bühne streift, rast das Publikum. „Das ist Beth Hart“, war mein Sitzplatznachbar endlich wieder glücklich, nachdem er bei einer längeren folkigen Accoustic-Einlage und den Piano-Stücken zeitweise gehadert hatte.

Mir gefiel die Setlist gerade WEGEN der Vielseitigkeit und weil man deutlich spürte, wie wohl die Sängerin sich mit Gitarre und am Piano fühlt.
Fazit: Absolut zu empfehlen; herausragende Stimme, charismatische, schöne Frau, die zudem besser Piano spielt, als ich mir vorgestellt hatte. Emotional am nächsten war ich ihr bei den Accoustik-Stücken – da war sie im Session-Modus und ließ das Professionelle ein bisschen zurück.

Hier noch ein paar Fotos. Sorry für die Qualität – aber nachdem die Sicherheitsbestimmungen für die Veranstaltungen immer strenger werden, habe ich mir vorgenommen, die kleine Lumix TZ71 von Panasonic hinsichtlich ihres Potentials auszuloten, die bei mir rumliegt.
Mit 30fach-Zoom Leica-Objektiv ist man eigentlich gut dabei, Problem ist natürlich, die lange Brennweite vor allem bei schlechtem Licht und wenn die Personen sich bewegen, gezielt zu platzieren, denn die Belichtungszeiten werden dabei doch recht lang. Beth Hart war viel zu temperamentvoll für diese langen Zeiten :-)

Ich denke aber schon, dass aus dem erstaunlich leistungsfähigen Mini-Ding, welches auch RAW kann, noch einiges rauszuholen ist, wenn man sich nur genügend im Detail damit beschäftigt und mehr übt.
Wir sind halt inzwischen alle ziemlich verwöhnt durch ISO-Performance und Bildstabilisatoren der großen Kameras mit ihren Hightech-Sensoren.